Angriff auf Amerika -
Auf den Spuren des Terrors (29 Min., NDR 2001)


Buch/Regie: Carsten Rau und Clas Oliver Richter
Redaktion: Hans-Jürgen Börner und Rainer Markgraf
Produktion: NDR


Die jungen Araber lebten in einer Wohngemeinschaft, die Nachbarn sahen nur schweigsame Männer mit Bärten kommen und gehen. Niemand wunderte sich, keiner stellte Fragen. Doch nach dem 11. September 2001 sahen die Menschen im Hamburger Stadtteil Harburg ihr Viertel plötzlich in den Nachrichten. Mohammed Atta, Ziad Jarrah und ihr Komplize Ramsi Binalshibh hatten um die Ecke gelebt und dort den größten Terroranschlag der Geschichte geplant, bevor sie sich mit entführten Linienmaschinen in das World Trade Center und andere Ziele stürzten.

Unmittelbar nach den Anschlägen zeichnen die Autoren den Angriff auf Amerika nach und folgen den Spuren der Attentäter. Der Film zeigt fassungslose Nachbarn, Lehrer und Mitstudenten der Harburger Universität, deren Hilfsbereitschaft die Terroristen ausnutzten. Familien und Freunde der Täter kommen zu Wort. Privataufnahmen zeigen ausgelassene junge Männer, die wenig später Tausende Menschen ermordeten und die Welt veränderten.

Die Autoren reisen in die USA, in ein traumatisiertes Land. Hier fanden die Terroristen, was ihnen schon an Hamburg-Harburg so gut gefallen hatte: Verschwiegenheit und gleichgültige Nachbarn. Und Flugschulen. Zeugen berichten von teils absurden Begegnungen, Fluglehrer von ihrer Verwunderung, dass die freundlichen jungen Männer keine sauberen Landungen lernen wollten.