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Unsere Geschichte –
Als die Ökos in den Norden kamen (44 Min., NDR 2019)


Buch/Regie: Michael Richter
Redaktion: Christoph Mestmacher
Produktion: PIER 53 Filmproduktion


Als Spinner wurden sie verlacht, als langhaarige Taugenichtse beschimpft: Junge Männer und Frauen, die sich vor 40 Jahren auf die Suche nach einem alternativen Leben machten, im Einklang mit der Natur und ohne bürgerliche Zwänge. Von ihnen und ihren oft überraschenden Lebenswegen handelt die Dokumentation ALS DIE ÖKOS IN DEN NORDEN KAMEN.

Eine von ihnen: Moni Tietke. Dass sie mal Bäuerin werden würde, hätte vor 40 Jahren niemand gedacht: „Ich bin ja hier hängen geblieben, bei einer Demo.“ Als Studentin kam Moni Tietke aus Berlin ins Wendland – wegen der Proteste in Gorleben. Doch schnell hatte sie Lust auf's Landleben. Auch wegen Eckard, dem Jungbauern, den sie bald darauf heiratete. Gemeinsam stellten sie den 450 Jahre alten Hof von Eckards Familie auf Bio um. Manche Nachbarn erklärten sie damals für verrückt. Aber die Tietkes haben durchgehalten, so wie viele andere Öko-Bauern im Wendland.

Auch auf der anderen Seite der innerdeutschen Grenze entstand damals eine Öko-Bewegung. Doch in der ehemaligen DDR begann alles viel kleiner: In Schwerin taten sich 1979 ein paar Schüler zusammen und pflanzten Bäume. Einer von ihnen: Niko Voss, heute Staatssekretär in Mecklenburg-Vorpommern. Anfangs unterstützten SED und Verwaltung die jungen Leute sogar, um sie unter Kontrolle zu behalten. Doch bald schon setzte die Stasi ihre IM auf die Umweltaktivisten an.

In seiner Dokumentation erzählt Grimme-Preisträger Michael Richter von Pionieren, die vor 40 Jahren kaum einer erst nahm. Mit Hartnäckigkeit und Fantasie haben sie ihre ökologischen Visionen in die Gesellschaft hineingetragen. Ein spannender und hoch unterhaltsamer Blick zurück auf die Tage, ALS DIE ÖKOS IN DEN NORDEN KAMEN.