Babys in Not -
Unterwegs mit der Familienhebamme (29 Min., NDR 2008)


Buch/Regie: Carsten Rau und Hauke Wendler
Redaktion: Erika Mondry
Produktion: PIER 53 Filmproduktion


Christina Rims hat schon viel Hässliches gesehen: misshandelte Kinder, verwahrloste Familien, drogenabhängige Eltern. Denn als Familienhebamme ist Christina Rims nicht bei der Geburt von Babys dabei. Sie soll überforderten Müttern helfen, das Muttersein zu lernen.

Steffi ist 21, arbeitslos und ohne Schulabschluss. Sie und ihr Freund Holger leben von Hartz IV, die beiden haben eine fünf Monate alte Tochter. Steffis erste Tochter gab das Jugendamt nach schwersten Misshandlungen zu Pflegeeltern. Damit das nicht auch mit Steffis zweitem Kind passiert, schickt das Jugendamt jetzt Familienhebamme Rims. Eine schwere Aufgabe.

"Steffis Bindung zu ihren Kindern ist stark gestört", so Christina Rims. "Das kann man nicht so einfach abstellen". Steffi ist grob mit ihrem Baby. Sie vergisst wichtige Untersuchungstermine, sieht den ganzen Tag fern und hält Absprachen mit der Familienhebamme nicht ein. Zuneigung für ihre Tochter gibt es kaum. Und wenn ihr Baby schreit, weiß Steffi nicht warum.

Über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr kann Christina Rims Babys in Not und ihre Eltern betreuen. Danach muss sie sicher sein, dass Mütter wie Steffi für ihre Kinder keine Gefahr mehr sind. Sonst zieht das Jugendamt Konsequenzen.

Die Autoren Carsten Rau und Hauke Wendler haben Christina Rims und zwei Familien über ein halbes Jahr lang begleitet. Gedreht wurde im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, dem ärmsten Viertel der Stadt. Entstanden ist eine Reportage über Familien im Ausnahmezustand und überforderte Eltern, die ohne fremde Hilfe an ihren eigenen Kindern und an sich selbst verzweifeln.