Bello am Tropf -
Letzte Hoffnung Tierklinik (29 Min., NDR/ARD 2009)


Buch/Regie: Carsten Rau und Hauke Wendler
Redaktion: Erika Mondry
Produktion: PIER 53 Filmproduktion


Gina kann sich nicht mehr auf den Beinen halten. Die Hündin hat einen Puls von 40, ihr Blick ist matt, das Blut zähflüssig. "Ich brauche jetzt ganz schnell eine Helferin", ruft Dr. Friedrich Müller ins Vorzimmer, "und die Internistin, aber wirklich ganz schnell!" Einer von vielen Notfällen, die jede Woche in der Tierklinik Lüneburg landen.

Tag für Tag sitzen bis zu 120 Patienten im Wartezimmer der Klinik. Auch einfache Fälle kommen: zum Impfen, zum Kastrieren, zur Vorsorge. Oft aber sind die Vierbeiner hier schwer krank. Aus ganz Norddeutschland überweisen Tierärzte ihre Patienten nach Lüneburg: eine Hightech-Klinik mit Apparaten, wie sie auch bei Menschen eingesetzt werden. Mitunter sehr kostspielig, aber immer mehr Tierhalter zahlen gern, wenn es um das Wohl ihrer Lieblinge geht.

Da bangt die Rentnerin mit ihrem Dalmatiner, der sich ein Bein gebrochen hat, aber vielleicht nicht mehr operiert werden kann. Da weint eine 73-jährige, weil sie im letzten Jahr den Ehemann verloren hat und jetzt um ihren greisen Kater fürchtet. Da kämpft der Besitzer eines Schäferhundes mit den Tränen, weil es das Beste ist, wenn die Ärzte sein todkrankes Tier einschläfern - und doch so schwer zu akzeptieren.

Zwei Wochen lang haben die Autoren Carsten Rau und Hauke Wendler den Alltag in der Tierklinik Lüneburg beobachtet. Ihre Reportage beschreibt, mit welchem Aufwand die moderne Tiermedizin um jeden Patienten kämpft. Und sie begleitet die Menschen, die an diesen Tieren hängen und die bis zu 2.000 Euro für ihre Behandlung ausgeben.

"Viele berührende Tiergeschichten - mit und ohne Happyend" (Hörzu, Nr. 28/2009)